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Migrierendes Antistatikum

Untergruppe der Antistatika mit sehr guten Ableiteigenschaften, die jedoch gegenüber äußeren Einflüssen empfindlich ist und abreiben kann.

Inhaltsverzeichnis

01

Definition & Wirkprinzip

02

Abgrenzung zum permanenten Antistatikum

03

Einsatzempfehlung

01

Definition & Wirkprinzip

Ein migrierendes Antistatikum ist eine Untergruppe der Antistatika. Der Werkstoff bietet als Additiv sehr gute Ableiteigenschaften, ist jedoch gegenüber äußeren Einflüssen empfindlich und kann dadurch abreiben ("migrieren"). Es wandert an die Oberfläche der Folie und bildet dort eine leitfähige Schicht, die durch Reibung, Reinigung oder Feuchtigkeit abgetragen werden kann.

02

Abgrenzung zum permanenten Antistatikum

Im Gegensatz zu permanenten Antistatika ist das migrierende Antistatikum nicht dauerhaft in der Polymermatrix verankert. Die antistatische Wirkung kann durch Abrieb nachlassen, was bei mechanisch beanspruchten Anwendungen zu einem Verlust des ESD-Schutzes führen kann.

03

Einsatzempfehlung

Migrierende Antistatika sind geeignet für Anwendungen ohne direkten Produktkontakt und ohne starke mechanische Beanspruchung. Für pharmazeutische Primärpackmittel sollten permanente Antistatika bevorzugt werden, da migrierende Substanzen in das Produkt übergehen könnten und damit regulatorische Anforderungen verletzen.

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